Veränderung

Bin ich bereit, von meiner eigenen Überzeugung zu lassen oder will ich mich auf jeden Fall durchsetzen? Es ist wichtig, eigene Ideen und Wünsche zu hinterfragen. Nur wenn es nicht um den Beweis der Ich- Stärke geht, kann Erfolgreiches entstehen. Deshalb gilt auch: Bloß weil etwas nicht bekannt ist, heißt das nicht, dass es das nicht gibt. Menschen verfehlen ihr Ziel, wenn sie sich weigern, weiter zu wachsen.

Langfristigkeit

Gerade in Projekten müssen Menschen oft in Teilschritten denken. Doch sie wollen sich dabei treu bleiben. Sie wissen, dass Verantwortung für sich und andere auch in die Zukunft reicht. Wo Menschen etwas (gemeinsam) tun oder erzeugen, geht es deshalb immer auch um Nachhaltigkeit. Nachhaltige Systeme sind fehlerfreundlich, aber nicht wahllos. Wir betrachten den Dekalog als den moralischen Kodex mit der größten Garantie für Nachhaltigkeit.

Zusammenarbeit

Menschen sind auf Beziehung angelegt. Gerade unsere Beziehungen und unsere Abhängigkeiten voneinander machen das Leben spannend und schön. Aristoteles sah in der Freundschaft ein Modell für Zusammenarbeit. Jede Form der Zusammenarbeit prägt beidseitig. Vertrauen fördert die Intensität einer Kultur der Zusammenarbeit. Zusammenarbeit lebt von der Bereitschaft, die eigenen Ideen (teilweise radikal) zu verändern.

Unabhängigkeit

Heute ist niemand bereit, sich in seiner Lebensgestaltung von anderen Menschen wirklich abhängig zu machen. Wir wollen unser Leben selbst in die Hand nehmen und gestalten. Dennoch arbeiten wir meistens  in Teams. Wenn jeder im Team denkt, dass nur er das Unternehmen erfolgreich macht, dann wird das Projekt scheitern. Ein erfolgreiches Team muss überzeugt davon sein, dass das Team nur gemeinsam Erfolg haben wird. Denn die eigentlichen Herausforderungen liegen immer vor uns.

Engagement

Kommunikation verlangt Flexibilität und Offenheit. „Prometheische Scham“ (Günter Anders), das heißt eine falsche Perfektionsvorstellung, kann dem Einsatz für das Beste im Wege stehen. Engagement besticht vor allem dann, wenn dabei die Interessen von Klienten stets im Auge behalten werden. Wer nur meckert, will oft keine Verantwortung übernehmen. Kompetentes Engagement kann es sich leisten, andere zu respektieren, ohne der gleichen Meinung zu sein. Gewachsene Kompetenz kann es sich leisten, Argumente abzuwägen und nicht einfach vom Tisch zu wischen.

Kompetenz

Wir wollen nichts beschönigen: Gute Ideen sind niemals privat. Ideen und Konzepte liegen oft irgendwie „in der Luft“, sind aber erst nach intensiver Auseinandersetzung wirklich reif zur Umsetzung. Kommen also alle irgendwann darauf, wie die Dinge zusammengehören? „Das lateinische »competere« ist schwer zu übersetzen. Wörtlich heißt es »zusammen zugreifen«. Gemeint ist damit der geordnete, rechtmäßige Zugriff auf etwas, die Zuständigkeit, die sachkundige Befugnis dafür.“* Aber Können ist stets mehr als ein Repertoire, das hier und jetzt vorgezeigt oder abgerufen werden könne. „Potenzial ist gleichsam der Repertoireboden. Nur in konkretem Können gewinnt es Kontur und Fassbarkeit, nie unmittelbar.“* Bildungsprozesse sollten eine Zusammenfügung (Synthese) ermöglichen, das heißt fruchtbare Momente, die sich nach längerer Anstrengung wie von selbst einstellen. „In der Macht der Lehrenden steht lediglich, an dem Fundus mitzuarbeiten, aus dem ihr Können schöpft.“ (*Christoph Türcke)

Vertrauen

Sicherheit und Zuversicht sind Voraussetzung für gelingendes Leben in vielfältigen Beziehungen. Zwischenmenschliches Vertrauen kann von Menschen nicht einfach erzeugt, sondern allenfalls geschenkt oder verspielt werden. Ideenmanagement wird zunehmend als Motor für Innovationen angesehen. Doch auch wer versucht, seine Ideen um jeden Preis zu schützen, kann nicht verhindern, dass andere auf die gleiche Idee kommen. Offene Aussprache hilft mehr als Vermutungen unter der Hand. Es scheint viel hilfreicher zu sein, über seine Ideen und Konzepte zu sprechen, um Unterstützer und weitere Verbesserungen zu finden.